Kleinkläranlagen

Kleinkläranlagen

Geschichte der Kleinkläranlage

Die Kleinkläranlage ist hatte als Vorgänger die klassische Klärgrube. Das war damals eine Art einfacher unterirdischer Sammelbehälter für Abwasser und Fäkalien aus privaten Haushalten, welche nicht an das Netz der öffentlichen Kanalisation angeschlossen sind. Damals wurde die Klärgrube mehrmals im Jahr mit einem Saugwagen entleert und der Klärschlamm auf dem Straßenweg per LKW in ein öffentliches Klärwerk verbracht.

Neue Gesetzte und Verordnungen führten dazu, dass die Klärung des Abwassers nicht mehr im Klärwerk zu erfolgen hat sondern bereits beim Verursacher anzusetzen ist. Jeder Haushalt ohne Anschluss an die Kanalisation klärt also nun sein Abwasser selber bereits auf dem eigenen Grundstück durch dessen Immobilie der menschliche Abfall anfällt.

Wer will sich in unserer Zeit wirklich gern mit Dreck geschweige denn mit Fäkalien beschäftigen. In dieser Zeit, in der die Hygiene und das ständige Waschen eine größere Funktion denn je zum Besten geben, sind Bakterien keinesfalls bejubelt aber sie sind in der Abwasserbeseitigung nötig. In Kläranlagen funktionieren diese fortlaufend und entlasten die Abwässer von leidigen Stoffen, sodass die gesäuberten Abwässer sogar in ein Gewässer eingeleitet werden können.

Im provinziellen Gebiet müssen sich selbst Bungaloweigner mit dem Anliegen Abwasser beschäftigen, sofern sie in einem Ort leben, in dem es keine publike Abwasserleitung gibt. In aller Regel sind dies abgeschiedene Anwesen, die viele Kilometer von einer Besiedlung fern liegen.

In der heutigen Zeit ist die Technik deutlich fortgeschritten und dies sogar im Bereich der Kleinkläranlagen. Es gibt diverse Anlagentypen, die das Dreckwasser mit Hilfe von Bakterien dermaßen klären, dass eine beachtliche Reinigungsleistung erzeielt wird. Man differenziert je nach Reinigungsqualität. Unter Zuhilfenahme von einer Schwingkörpermaschine zum Beispiel kann eine solche Säuberungsleistung erzielt werden, dass das gesäuberte Abwasser in einen Bach eingeleitet werden darf, was den heftigen Maßgaben der Gewässerrichtlinie entspricht.

Ein Anschluss von Grundstücken mit Kleinkläranlagen an die öffentliche Kanalisation findet auch weiterhin statt, denn lange sind keinesfalls alle Randgebiete angegliedert. Es ist kostspielig eine Abwasserleitung zu konstruieren. Einzelne Anwesen liegen demgegenüber teilweise so wesentlich von größeren Besiedlungen fern, dass eine Verbindung in keinster Weise machbar ist. Eine Aufstellung der Liegenschaften, die von dem Anschluss an die öffentliche Abwasserleitung auf Zeit ausgeschlossen sind, mag im WWW eingesehen werden.
Für alle erwähnten Gebäude kann der Besitzer noch einige Zeit eine Bezuschussung vom Land entgegennehmen, falls er seine Hauskläranlage modernisieren möchte.

Der Zuschuss bzw. Unterstützung lautet pro Wohneinheit 770 EUR. Zum Kerngehalt Kleinkläranlagen, Errichtung, Betrieb und Erhaltung, hat das Ministerium für Umwelt ein Merkmagazin publiziert.